
Wir brechen am späteren Nachmittag auf und machen uns auf den Weg nach Cardigan. Unterwegs machen wir Halt beim Coop und füllen unsere Essensvorräte auf. Z’Mittag gibt es auf dem Coop-Parkplatz, wo wir uns eine Suppe kochen und mit Blick auf den Parkplatz (real Vanlife = die Aussicht ist nicht immer schön). Gestärkt geht’s nun weiter zum Farm-Campsite in Cardian. Hier sind wir fast alleine und suchen uns ein schönes Plätzchen auf dem riesigen Campingfeld. Heute ist Waschtag – na ja die Waschmaschine ist etwas in die Jahre gekommen, frisst ziemlich viele Einpfundstücke und wir sind nicht sicher, ob die Kleider vor oder nach dem Waschen sauberer waren resp. sind. Aber dank Waschmittel riechen sie immerhin wieder gut (= real Vanlife die Zweite). Am Abend treibt es uns in die Stadt, wir stellen uns ein nettes Pub mit einem guten Bier und ev. Livemusik vor. Das mit dem Bier klappt, das einzige Pub ist eher eine Spelunke und ein paar verlorene Einheimische trinken sich offenbar den anstrengenden Arbeitstag von der Seele – aber sie sind sehr freundlich und suchen immer wieder das Gespräch mit uns. Wir geben uns viel Mühe mitzureden aber haben ebensoviel Mühe den Slang zu verstehen – ein netter Abend, auch wenn wir ihn uns etwas anders vorgestellt haben.
Am nächsten Tag wollen wir zum Strand von Cardigan wandern – vor uns liegen ca. 1.5 Stunden Fussmarsch – diesen Strandnachmittag müssen wir uns aber verdienen. Unten angekommen haben wir weder Badehose noch ein Strandtuch dabei – Freigeist live aber zum Baden dünkt es uns sowieso etwas kalt und so geniessen wir den riesigen Strand und das bunte Treiben einfach so.
Für den Abend haben wir in einem sehr feinen Speiserestaurant zwei Plätze reserviert und auf dem Rückweg vom Strand ziehen wir uns hinter einer Häuserecke um – die noblen Kleider haben wir den ganzen Tag mitgetragen. Herausgeputzt (nicht ganz frisch aber das ist egal) kommen wir im Yr Hen Printworks an – der Michelin Koch bekocht uns ganz vorzüglich und wir lassen es uns so richtig gutgehen.




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