
Unsere Fähre fährt am Donnerstag von Dover nach Calais – wir buchen für unsere letzte Nacht in UK in Canterbury auf dem Campingplatz, der sich als sehr edel und schön herausstellt. Wir geniessen das zwar, merken aber jetzt schon, wie wir die „wilden“ Farm-Plätze vermissen, die wir vorallem in Wales angetroffen haben. Freigeist & Co. mag es etwas uriger und dafür verzichten wir jeweils auch sehr gerne auf vorhandene „Facilities“ zumal wir ja alles was wir brauchen mitführen: Küche, Strom, Wasser, Dusche, Schlafplatz, Heizung (für Notfälle) und Toilette. Aber selbstverständlich ist es auch ok, wenn mal alles vorhanden hat, wir so richtig ausgiebig duschen können und Freigeist mal nicht selber Strom produzieren muss, weil er am Stromkabel angehängt ist. Eine dieser Facilities ist in UK aber auch der uns schon bekannte Glacé-Service, der uns auch auf diesem Camping beglückt: Kaum fertig mit dem Mittagessen, erklingt der uns bereits bekannte Klingelton und siehe da, auch hier kommt der Glacémann mit seinem bunten Wägelchen vorbei. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen!
Canterbury empfängt uns mit schönem Wetter und deshalb radeln wir am späten Nachmittag in die Stadt, um noch etwas durch die wirklich schönen Gassen zu schlendern und einen netten Afternoon-tea zu geniessen. Canterbury, wiederum eine geschichtsträchtige Stadt, erweist sich als Perle mit schmucken Häusern, farbigen und belebten Gassen mit schönen kleinen Shops und Tearooms. Und natürlich die bekannte Abbey, die im frühen Mittelalter gebaut wurde und eine zentrale Rolle bei der Christianisierung Englands gespielt hat. Ebenfalls beeindruckend ist die riesige Kathedrahle, die wir heute nur von Aussen besichtigen, weil sie um diese Zeit bereits geschlossen ist. Wir sind sowieso etwas müde vom vielen Sightseeing die letzten Tage und in diesem Sinne ist das grad in Ordnung für uns.
Beim Heimfahren mit unseren Bromtons kommen wir noch ungeplant zu einer kleinen (mittelgrossen) Stadtrundfahrt, da jemand von uns (?) den falschen Campingplatz im Google eingegeben hat und wir ziemlich spät merken, dass wir auf der anderen Seite von Canterbury gelandet sind. Aber was solls, so haben wir noch etwas mehr von der Stadt gesehen und wir nehmen es mit Humor. Endlich zurück bei Freigeist geniessen wir den letzten Abend in UK - da es nun wieder etwas früher eindunkelt, können wir endlich mal wieder unsere neuen Camping-Lichterketten installieren – na ja ziemlich improvisiert, aber trotzdem schön. Wir sind, wie so oft in den letzten Wochen eigentlich die einzigen, die noch bis spät abends draussen sitzen. Das ist ein Aspekt, den wir besonders geniessen am Reisen mit Freigeist: die vielen Stunden, die wir einfach draussen sind und mit guter Kleidung (oder einer Wolldecke im Sessel) und etwas Abhärtung (oder im besten Fall mit einem Feuer), lässt sich das sehr gut aushalten.
Nach einem ausgiebigen Frühstück, fahren wir am Donnerstagmittag die kurze Strecke nach Dover zum Fährhafen, wo wir aktuell grad in Line 220 stehen und auf unsere P&O Fähre nach Calais warten. Goodby UK -it was great with you!


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