Glyn Tarell

20. Juli 2025 | Blogs der Reise, Roadtrip Südengland - Wales, Wales

Glyn Tarell
Glyn Tarell – Roadtrip Südengland und Wales

Heute sind wir in Brecon gelandet – wie sich herausstellt ein sehr schmuckes Städtchen und wir schlendern etwas umher, essen und trinken etwas im St. Georges Pub und machen uns dann auf den Weg zu unserem Farm-Campingplatz. Wir haben Lust auf etwas Ruhe und zudem wollen wir morgen zum Pen y Fan einem Hügel, der eine wunderschöne Aussicht bietet und der Bauernhof mit Campingplatz liegt einigermassen in der Nähe unserer Wanderroute. Also zur Aussicht vom Pen y Fan schreiben wir später noch etwas, an dieser Stelle sei gesagt, dass wir von unserem Platz aus eine wunderbare Sicht auf den Pen y Fan haben und überhaupt ist es hier traumhaft schön. Man kann sich irgendwo auf den verschiedenen Feldern der Bauernfamilie hinstellen, es gibt Holz und Feuerstellen und es fühlt sich so an, als ob wir irgendwo „frei“ stehen. So lieben wirs!
Am nächsten Tag starten wir nicht ganz so früh wie geplant🙂 auf unsere Wanderung. Wir haben gestern noch entschieden, mit den Fahrrädern zum Startpunkt der Wanderung zu fahren – mit Freigeist wäre uns zu umständlich gewesen. Eigentlich würde uns ein Weg von ca. 20. Minuten dorthin führen. Nur ist leider seit heute morgen die Hauptstrasse gesperrt und wir müssten einen seeeehr grossen Umweg radeln. Wir verhandeln mit einem jungen Bauarbeiter, der die gesperrte Strasse „bewacht“ d.h. schaut, dass niemand reinfährt. Mit viel Charme und Überredungskunst bringen wir ihn dazu, dass er uns durchlässt, „ohne Garantie, dass es unten weitergeht“ ruft er uns noch nach. Also fahren wir mal bis zum nächsten Hindernis – auch hier wieder ein Bauarbeiter, auch hier wieder Charme und Überredungskunst, aber hier klappt es nicht und wir müssen nun doch einen (etwas kleineren) Umweg auf uns nehmen. Die Distanz wäre nicht das Problem, eher, dass er über Feld und Steine führt und unsere Bromptons doch eher für geschmeidige Stadtstrassen gemacht sind. Aber wir schaffen es und können nun den schönen Weg hoch zum Pen y Fan unter die Füsse nehmen, vorerst noch die Aussicht und das dramatisch-schöne Wetter geniessen. Kurz vor dem Gipfel ziehen Regenwolken und das letzte Stück gehen wir im totalen Nebel. Oben angekommen ist die Sicht über das Umland vollkommen weg – wir sind froh, dass wir die Hand vor den Augen sehen. Wir nehmen es aber mit Humor und bedauern eher die etwas ältere Holländerin neben uns, die sich mit letzter Kraft hochgeschleppt hat und uns oben erzählt, dass sie das erste Mal auf einen „Mountain“ gestiegen sei und nun das. Aber auch sie nimmt es mit Humor und ist einfach stolz, dass sie es geschafft hat. Wir machen uns auch auf den Rückweg, geniessen unterwegs noch unser Pic Nic und nach einer noch abenteuerlicheren Fahrt mit den Bromtpons über Stock und Stein (nun geht es nämlich noch steil abwärts) kommen wir am späteren Nachmittag bei Freigeist an und lassen die Beine und die Seele baumeln.

Impression aus Glyn Tarell
Impression aus Glyn Tarell
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