Kapitel 03 von 08 · Dune du Pilat · Atlantikküste
Am wilden Atlantik – Sand, Wellen und zwei Regentage
Aus unserem Reisetagebuch
Nach Bordeaux geht es weiter zum Atlantik, zunächst über Arcachon zur Dune du Pilat. Die höchste Wanderdüne Europas wird touristisch so richtig ausgeschlachtet. Jährlich werden hier fast zwei Millionen Besucherinnen und Besucher durchgeschleust, was ziemlich verrückt ist. Aber wir sind ja selbst zwei davon. Man muss auch sagen, dass alles gut organisiert und schön gestaltet ist und die Düne, so weit es geht, durch Absperrungen und einen offiziellen Zugang geschützt wird. Wie die meisten ziehen wir die Schuhe aus und kraxeln barfuss hoch. Das ist ziemlich anstrengend, aber ein angenehmes Gefühl für die Füsse, zumal der Sand jetzt im September nicht zu heiss ist.
Oben angekommen eröffnet sich uns ein wunderbarer Blick ins Landesinnere und auf den Atlantik. Rund 110 Meter hoch ist der höchste Punkt der Düne. Hier oben wird wild fotografiert und alle haben Spass. Wir wandern noch etwas weiter und damit weg vom grossen Besucherstrom. Schon bald wird es ruhiger und wir geniessen die Weite und die schönen Blicke auf alle Seiten. Runter geht es dann etwas einfacher. Wieder beim Freigeist angekommen, nehmen wir das letzte Stück für heute unter die Räder und fahren zu unserem Campingplatz etwas weiter südlich an der Küste. Weil es heute noch sonnig und für morgen Regen angesagt ist, geht es rasch an den Strand. Wir baden kurz und sehen uns danach vergnügt die mehr oder weniger gekonnten Surfversuche der anwesenden Sportlerinnen und Sportler an.
Am nächsten Tag regnet es tatsächlich. Wir stellen uns auf einen ruhigen Indoortag ein, spielen, ruhen uns aus, lesen und wärmen uns nach einem windig-nassen Spaziergang am Strand wieder auf. An solchen Tagen sind wir froh, dass wir uns im Freigeist so gut organisiert haben und auch zu zweit genügend Platz haben, ohne uns dauernd auf den Füssen zu stehen. Der nächste Morgen ist noch immer nass. Wir packen zusammen und fahren weiter in Richtung spanische Küste – über Bayonne und Biarritz bis nach San Sebastián, wo wir für die nächsten beiden Nächte einen Campingplatz reserviert haben. Die Fahrt führt durch beinahe unendliche Pinienwälder und Heidelandschaften. In San Sebastián angekommen, bringt uns das Navi zum etwas höher gelegenen Campingplatz mitten im Grünen. Ein schöner Platz, doch abends wird es rasch bitterkalt. Trotz Wollmütze, Decke und warmen Socken fliehen wir relativ früh in die gemütliche Stube. Wir sind im Norden Spaniens, und hier kann die Kälte ganz schön durch alle Knochen kriechen. Allerdings hören wir gerade, dass es zu Hause in der Schweiz schneit – und sind zufrieden mit dem, was wir hier haben.



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