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Kapitel 06 von 08 · Duero-Gebiet · Spanien

Portugal lassen wir los – manchmal müssen wir uns entscheiden

Aus unserem Reisetagebuch

Als Endziel unserer Reise hatten wir eigentlich Portugal auf dem Schirm – im Wissen, dass wir uns für die verfügbaren Ferientage ziemlich viel vorgenommen haben. Und so kommt es, wie es kommen muss: Wir entscheiden uns, nicht noch weiter gegen Westen zu fahren, sondern uns länger in Spanien zu bewegen und etwas Tempo herauszunehmen. Zudem wüten um Porto gerade schlimme Waldbrände, was unsere Entscheidung noch einfacher macht. Wir funktionieren in solchen Situationen ziemlich gut zu zweit, können loslassen und uns auf das freuen, was noch vor uns liegt. Wer unsere grosse Reise im Jahr 2021 verfolgt hat – oder Lust hat, sie auf dieser Website nachzulesen –, weiss, dass wir von Plan A über Plan B bis Plan C letztlich immer den Weg finden, der gerade zu unserer Situation und zu dem passt, was um uns herum passiert.

Wir entscheiden uns also für mehr Spanien, zunächst für etwas weniger Stadt, und fahren ins Duero-Gebiet im Landesinneren. Und siehe da: An einem See finden wir ein richtiges Traumplätzchen. Es ist zwar ein Campingplatz, und wir können uns vorstellen, dass es hier in der Hochsaison nicht so ruhig ist wie gerade. Jetzt aber sind wir fast allein, mitten in einem wunderschönen Pinienwald, den See vor uns und bei prächtigem Wetter – wenn auch etwas kühl. Wir packen sofort unsere Oru-Kayaks aus und machen gleich noch eine Abendrunde auf dem See. Danach richten wir uns für die nächsten beiden Tage ein, essen die Reste unserer Vorräte – Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier nämlich keine und wir haben es verpasst, vorher einzukaufen – und schalten zwei schöne, erholsame Ruhetage ein.

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