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Kapitel 07 von 08 · Navarra · Spanien

Bardenas Reales – wusstest du von der Wüste mitten in Spanien?

Aus unserem Reisetagebuch

Wir wollen weiter zu den Bardenas Reales, einer Halbwüste im Süden der autonomen Gemeinschaft Navarra. Die Landschaft ist seit 1999 als Naturpark geschützt und von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt worden. Wir freuen uns auf einen schönen Ausflug und sind dann so überwältigt von dem, was uns erwartet, dass wir uns fast nicht mehr einkriegen. Viel grösser als erwartet erstreckt sich das Gebiet. Auf einen Schlag fühlen wir uns in die Zeit unserer grossen Reise 2021 zurückversetzt, auf der wir einige solch wunderbare Landschaften und vor allem solche Gravel Roads befahren durften.

Man darf hier mit dem Fahrzeug entlang der markierten Strasse durchfahren. Für die 34 Kilometer brauchen wir weit über zwei Stunden – einerseits, weil die Strasse wirklich «gravel» ist, andererseits, weil wir ungefähr alle fünf Minuten anhalten, staunen und fotografieren müssen. Dass wir heute etwas spät dran sind, erweist sich als Segen. Es hat kaum mehr andere Autos, und das Abendlicht macht die bizarren Hügel und die Landschaft, die wie von einem anderen Stern wirkt, noch eindrücklicher. Wir geniessen es in vollen Zügen. Freigeist läuft auf Hochtouren – wir vermuten ja, dass er solche Strassen liebt – und ist zum Schluss nicht mehr schwarz, sondern braun. Aussen finden wir das lustig. Dummerweise haben wir hinten ein Fenster leicht offen gelassen. Damit sind am Ende auch unser Bett und eigentlich fast alles im Wohnbereich mit feinem Staub übersät. Aber wir nehmen es mit Humor; ein bisschen Staub hat uns noch selten aus der Fassung gebracht.

Nach diesem wunderbaren Erlebnis parken wir im nächsten Dorf neben dem vollen offiziellen Stellplatz – zusammen mit ungefähr hundert anderen Campern. Jetzt können wir uns vorstellen, wie es tagsüber mit den Besucherströmen im Naturpark aussieht, und sind doppelt froh über unseren späten Start. Heute steht dann noch die Entscheidung an, ob wir nochmals in den Norden fahren und ein paar Tage an der Westküste Frankreichs verbringen oder ob wir in Richtung Barcelona und später über die Côte d’Azur nach Hause fahren. Die Wettervorhersage, insbesondere die angesagten Temperaturen, nimmt uns die Entscheidung ab: Es geht nach Süden. Bei Tarragona finden wir einen richtigen Luxuscamping mit allem Drum und Dran – vor allem mit Tennisplätzen – und gönnen uns das. Auch wenn wir es gerne einfach haben, geniessen wir zwischendurch einen Stellplatz der Extraklasse.

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