Wir sind wieder zu Hause – aber eigentlich waren wir ja im letzten halben Jahr überall zu Hause

2. Januar 2022 | Monatsblog

Wir sind wieder zu Hause – aber eigentlich waren wir ja im letzten halben Jahr überall zu Hause

Seit unserer Rückkehr sind gut drei Wochen vergangen und nun ist es bereits Anfang Januar 2022. Wir werden oft gefragt, wie es denn nun so sei, wieder zu Hause zu sein und ob die Zeit auf der Reise nicht wahnsinnig schnell vorbei gegangen sei. 

Also zur ersten Frage können wir keine so einfache Antwort geben. Wie fühlt sich das an? Natürlich sind wir glücklich, dass wir unsere Familie und unsere Freund*innen wieder in der Nähe haben und die eine oder andere angenehme Sache, wie bspw. eine immer verfügbare warme Dusche, geniessen wir selbstverständlich auch. Auf die ebenfalls oft gestellte Frage, ob wir froh seien endlich wieder mehr Platz zum Wohnen zur Verfügung zu haben und im Bett zu Hause zu schlafen, können wir klar sagen: das ist es nicht, was uns besonders freut. Denn unser Bett im Freigeist ist superbequem und wir haben unser Bett zu Hause auf der Reise ehrlich gesagt nie vermisst. Zur Platzfrage müssen wir sogar sagen, dass wir grad im Moment eher überfordert sind mit unserem grossen Haus und dem vielen Platz sowie den vielen Dingen, die wir (trotz grosser Räumungsaktion vor der Abreise) hier besitzen. Wir vermissen echt den kuscheligen und übersichtlichen Freigeist, das Gefühl einander immer in der Nähe zu wissen und nicht allzuviel unnötige Dinge mitzuführen. Das ist tatsächlich eine der interessantesten Befindlichkeit im Moment und wir merken, dass diesbezüglich wohl einiges mit uns geschehen ist in den letzten sieben Monaten.

Und dann ist da wirklich bereits das Fernweh, das wir trotz den vielen schönen Erinnerungen und Erlebnissen, die uns natürlich auf jeden Fall bleiben, ganz stark verspüren. Uns wurde in den letzten Monaten sehr bewusst, dass wir uns einfach auch an vielen Orten dieser Welt zu Hause fühlen und uns das Herumflanieren so anregt und glücklich macht, dass wir das auch in Zukunft nicht missen möchten. Damit können wir übriges auch die Frage beantworten, ob denn die Zeit nicht wahnsinnig rasch vorüber gegangen sei: Nein, wir haben unterwegs echt das Gefühl gehabt, wir hätten sehr viel Zeit und unsere Reise dauere sehr lange – und das haben wir sehr genossen. Wir denken, dass das damit zu tun hat, dass wir es tatsächlich geschafft haben, im Hier und Jetzt zu leben, ganz wenig im Voraus zu planen und damit einfach achtsam und entschleunigt durch die Tage zu schlendern. Ein wunderbares Gefühl und für uns ist klar, dass dies nicht unsere letzte grosse Reise war. Was, wann und wohin bleibt im Moment natürlich noch offen und wir werden uns die nächsten Wochen erstmal darum kümmern, alles was wir erlebt haben zu verarbeiten, die Fotos, Filme und Texte nochmals zu sortieren und zu schauen, was wir daraus machen werden. 

2 Kommentare
  1. Bögi

    Schüa, sinder wider gsund und fit do.
    Vill Erläabnis, vill gsea, vill gschpürt, dankbar för alls.
    Kummid goat im Hier und Jetzt bi üs a und niammid dia gmachta erfahriga i das Läaba mit. O do kommer a kli wäniger…

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  2. manfred

    ein herzliches hallo!

    zufällig auf euren blog gestoßen, gern gestöbert! gefällt mir gut…
    wünsche euch zuhause eine fruchtbare auszeit und grüße herzlich
    danke für das teilen eurer gedanken und erlebnisse

    manfred

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