Copenhagen

← Schweden 2022 · 8. August 2022

Als nächstes Ziel steht Kopenhagen auf dem Plan. Wir fahren also in die Hauptstadt von Dänemark, um dort ein paar Eindrücke der interessanten Stadt zu erhalten. Als Übernachtungsort suchen wir uns den Bellahoj Campingplatz aus, der am Rande des Zentrums liegt und sich als grosses Allmendareal entpuppt, das zwar nicht wahnsinnig viel Charme ausstrahlt, dafür jedoch sehr gut gelegen ist. Der nette Empfang soll hier auch erwähnt werden, die BetreiberInnen geben sich alle Mühe und wir platzieren uns dann mal mitten im Getümmel. Die letzten Tage fand hier ein historisches Autorennen statt und die Abbauarbeiten sind voll im Gang. Umgeben von halb abgebrochenen Festzelten, Abschreckungen und Baggergetöse fühlen wir uns dennoch wohl, es gibt auf jeden Fall immer etwas zum Schauen. Und zudem wollen wir ja eigentlich die Stadt erkunden, deshalb ist das zweitrangig. Wir satteln also unsere Brompton-Fahrräder – jetzt noch mit Strom, was sich bald ändern wird – und radeln los in die Stadt. Mitten im Zentrum, vor dem Tivoli werden wir ausgespuckt und wir stürzen uns gleich ins Getümmel – Jahrmarktfeeling par Excellence! Der Park ist schön angelegt und wir schlendern durch die Marktstände, Bahnen und Schiessbuden – marCo kann es nicht lassen und räumt beim Pferderennen (80er Jahre-Charme lässt grüssen) gleich ab, gewinnt mit grossem Abstand und führt einen seiner berühmten Freudentänzen auf. Wir radeln zufrieden zurück auf unsere Allmend und verbringen eine ruhige Nacht, bis morgens die Bagger wieder auffahren. Das führt dazu, dass wir relativ früh wieder losradeln können in die Stadt. Auf dem Programm steht die Zisterne, das ehemalige Wasserreservoir der Stadt, das mittlerweile zu einer Kunstausstellung geworden ist. Die Ausstellung im dunkeln und feuchten Untergrund ist echt sehenswert – wir sind aber letztlich froh, dass wir wieder ans Tageslicht können. Dann geht es weiter durch die Stadt – wir besuchen ein riesiges Neubaugebiet und staunen über die interessanten, teilweise sehr innovativen aber manchmal auch etwas seltsamen Auswüchse der modernen Stadtplanung – dieser Ausflug ist auf jeden Fall sehenswert. Zurück in die Innenstadt nehmen wir die S-Bahn, denn mittlerweile hat sich der Strom unserer Fahrräder verabschiedet – irgendein Kurzschluss hat beide Batterien zum erliegen gebracht… und ohne Strom sind sie schon sehr anstrengend zu fahren die kleinen roten Flitzer. In der Innenstadt angekommen lassen wir uns etwas treiben, tauchen in die Stadt ein und geben uns zum Abschluss noch die Tour-Tour zur kleinen Meerjungfrau, wo wir mit ca. 1000 anderen Gästen die kleine Schönheit bewundern. Nach einem Besuch auf der Circle-Bridge fahren wir dann langsam zurück. Wobei langsam relativ ist – wir geraten nämlich in den Abendfahrradverkehr und da heisst es nur noch: mitradeln mit dem grossen Pulk und nicht bremsen, sondern Gas geben. Das führt dazu, dass wir uns aus den Augen verlieren und den Heimweg jeweils alleine finden müssen. Für marCo – ausgerüstet mit einem guten Orientierungsinn plus einer Halterung für das Handy mit Navigation – kein Problem, für Bettina, der beides fehlt eine kleine Odyssee. Wir finden uns aber letztlich beide wieder vor Freigeist und dem gemütlichen Abend steht nichts mehr im Weg. Wir planen heute nur noch unseren weiteren Verlauf der Reise.
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