26/70 Olympia – zum Abschluss nochmals etwas Geschichte

12. Dezember 2021 | Blogs der Reise, Eurasientour, Griechenland Blog

26/70 Olympia – zum Abschluss nochmals etwas Geschichte

Die Stadt Olympia liegt im Nordwesten der Peloponnese und war das Heiligtum des Zeus und Austragungsort der Olympischen Spiele der Antike. Wir schlafen auf einem Campingplatz  – der ehrlich gesagt auch etwas antik ist aber wohl eher in den 1960ern steckengeblieben ist (man beachte den Prospekt) und können zu Fuss ins Städtchen gehen. 

Wir besichtigen die Ausgrabungsstätte mit dem Stadion, das in den 1060er Jahren nach den Ausgrabungen wieder so hergerichtet wurde, wie es im 4. Jahrhundert v. Chr. aussah. Es ist beeindruckend an diesem Ort zu stehen und sich vorzustellen, wie hier einst diese legendären Spiele ausgetragen wurden, deren Geist es ja heute noch immer noch gibt. Ebenfalls liegt die gesamte Ausgrabungsstätte mit dem Zeustempel sehr schön in einer Grünanlage und da heute das Wetter mal wieder freundlich ist, spazieren wir in schönstem Vormittagslicht durch die antiken Stätten.

Danach besuchen wir das Olympia Museum auf dem Gelände, das sehr informativ und spannend gestaltet ist. Wir erfahren viel über diese antiken Spiele und die damals populären Sportarten. Einige Highlight fassen wir hier gerne zusammen, das ist natürlich nur eine kleine Auswahl der vielen interessanten Geschichten hinter den Olympischen Spielen.

Die Vorgeschichte der Wettkämpfe

Leibesübungen und das sich Messen in Wettkämpfen sind keine griechische Erfindung, sie sind bereits aus den Hochkulturen Mesopotaniens und Ägypten bekannt. Die Griechen haben das weitergeführt und vorwiegend die Mykener haben dann den Wettkampfgeist, wie er später in den Olympischen Spielen zentral wurde sozusagen ins Leben gerufen. Übrigens wurden solche damals in religiösen Zusammenhängen durchgeführt, meist zur Totenehrung von Königen oder anderen wichtigen Menschen.

Der Ursprung der Olympischen Spiele

Die Einrichtung der Sportwettkämpfe in Olympia fand im 8. Jahrhundert v.Chr. im Rahmen des Wiederauflebens religiöser, historischer, ideologischer und politischer Sitten und einem damit verbundenen Wandel der Epoche statt – diese Zeit begründete auch den Niedergang der mykenischen Welt.

Die Organisation der Olympischen Spiele

Die Spiele wurden regelmässig alle 4 Jahre durchgeführt, gerichtet nach dem Mond und der Sonnenwende. Eines der wichtigsten Grundgesetze der Spiele war der Frieden und eine absolute Waffenruhe – so konnten dann die Spiele trotz ständiger Kriege immer durchgeführt werden, denn während der Olympiade hielten sich alle an dieses Gesetz. Ein wichtiger Geist, der heute zwar noch mitschwingt, aber leider nicht mehr so konsequent durchgezogen wird. 

Frauen und Sport

Frauen war es nicht erlaubt, an den Olympischen Spielen teilzunehmen weder als Sportlerinnen noch als Zuschauerinnen. Sie erhielten ihre eigenen Spiele, die Heraia, die zu Ehren von Hera der Gattin von Zeus ausgerichtet wurden. Übrigens durften als Zuschauer an den Olympischen Spielen alle Männer teilnehmen, vom König bis zum Sklaven oder Bettler – der Ausschluss galt nur für Frauen.

Die Heraia bestand aus einem Laufwettbewerb über 160 Meter Distanz. Zugelassen waren alle Mädchen und unverheirateten Frauen. Sie mussten mit offenem Haar und kurzem Gewand rennen.

Die Ehre des Siegers

Der Ruhm und die Ehre, die ein Olympiasieg einbrachten galten zu dieser Zeit als höchstes Gut und der Siegerkranz – aus Blättern der Wildolivenbäume – als der höchste Preis, den es zu Lebzeiten zu gewinnen gab.

Regeln und Sportarten

Die Regeln waren sehr strikt und wurden auf einer Steintafel festgehalten. Übrigens mussten die Schiedsrichter mussten vor dem Wettkampf einen Eid der Redlichkeit ablegen, dazu wurden sie in einen viereckigen Ring beordert, den es auf dem Geländer der Ausgrabung noch zu sehen gibt. Regelverletzungen wurden mit Geld- oder Körperstrafe geahndet.

Bei den antiken Spielen wurden Sportarten wie Ringkampf, Faustkampf oder Pankration (ein Mix der beiden ersten),Waffenlauf, Wagenrennen, Wettreiten oder Sprung und Speer- sowie Diskuswurf betrieben. Da war also schon einiges dabei, dass heute noch populär ist.Übrigens war Beissen und Spucken bei Pankration in Olympia verboten, das durften die Wettkämpfer nur bei den Spielen in Sparta:-).

Ihr seht also, die Geschichte der Olympischen Spiele ist eine interessante und wir wurden mal wieder so richtig angeregt von einem Museeumsbesuch – das ist toll gemacht.

1 Kommentar
  1. Marco

    merci..🙏🏼

    für all eueri interessanti impressione 🤓🤩und bricht✍️

    🤗🥰🤗

    wünsch eu no ä mega super👌 “restreis” ziit⏳

    gnüssets wiiters so fein zemmä☺️
    👋👋

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