20/62 Die Kykladeninsel Paros – einsame Strände und weissblaue verträumte Städtchen – und: die Zeit zerrinnt…

16. November 2021 | Blogs der Reise, Eurasientour, Griechenland Blog

20/62 Die Kykladeninsel Paros – einsame Strände und weissblaue verträumte Städtchen – und: die Zeit zerrinnt…

Wir sind nun auf Paros und haben uns sehr schnell in die Insel verliebt. Sie ist nicht gross aber gross genug, damit wir sie mit Freigeist erkunden können. Die Städtchen hier sind malerisch, herausgeputzt und viele Restaurants und Läden sind auch jetzt ausserhalb der Saison noch geöffnet, obwohl wir kaum Touristen antreffen. So erkunden wir Parika, das ähnlich wie das bekannte Santorini geprägt ist von seinen weisse Flachdachhäusergruppen mit den so typischen blauen Fensterläden, kleinen verwinkelten Gässchen und schmucken kleinen Läden oder Restaurants. Auch finden wir hier auf der Insel traumhafte Strände und Plätze, wo wir frei zu stehen können. Da die Campingplätze alle geschlossen sind und kaum was los ist, scheint das wilde Campen niemanden zu stören und ohne Probleme geduldet zu sein. Wir freuen uns darüber, denn nach wie vor stehen wir einfach am liebsten irgendwo frei und umgeben von Natur.

Wir wechseln etwas zwischen Strand und Stadt ab und besuchen am Wochenende Lefkes, wiederum ein schmuckes Städtchen im Zentrum der Insel. Von dort aus machen wir eine schöne Inselwanderung auf dem byzantinischen Weg, einem alter Säumerweg, der uns sehr an die Via Spluga erinnert. Interessant ist auch das Dörfchen am Ende des Weges, das sehr verdichtet und eng bebaut ist und wo wiederum alle Häuser traditionell Weiss mit Blau gehalten ist. Leider fällt aber auch auf, dass mittlerweile überall auf der Insel – also auch ausserhalb der bestehenden Siedlungsgebiete – gebaut wird. Es ist kaum ein raumplanerisches Konzept erkennbar, ausser vielleicht das des Kapitals. Zum Glück scheinen sich die örtlichen Architekten ihres Erbes bewusst zu sein. Die meist sehr grossen, ausladenden Villen sind immerhin anständig und in moderner Übersetzung des traditionellen Baustils erstellt.

Die Wanderung bringt aber auch sehr brutal unseren Fitnesslevel ans Tageslcht. Wir spüren in unseren Beinen, dass wir uns die letzten Wochen eher auf das sehr gute Essen, Bier, Wein und wenig Bewegung konzentriert haben. Deshalb suchen wir schnurstracks den Tennisclub von Paros auf und spielen hier an zwei Tagen wieder mal richtig Tennis und schlagen die Bälle was das Zeugs hält. Da hier die Novemberwinde eingesetzt haben, brauchen wir unser bestes Tennis – oder das was davon noch übrig ist – um die Filzkugel einigermassen zu treffen. Aber es tut sehr gut und wir sind froh uns wiedermal etwas ausgepowert zu haben. Ebenfalls freuen wir uns danach über die ausgiebige Dusche, die wir mitbenutzen dürfen – es ist einfach herrlich, wenn das Wasser mal wieder „unbegrenzt“ aus der Brause kommt – tja man lernt solche Dinge wieder echt zu schätzen.

Wir geniessen die verschiedenen kleineren Orte auf der Insel finden immer wieder traumhafte Plätze zum Übernachten und machen ausgedehnte Spaziergänge. An den Abenden beraten wir vor allem den letzten Teil unserer Reise, denn irgendwie war es bis jetzt als wären wir OpenEnd unterwegs, aber nun plötzlich rückt der Rückreisetermin näher. Das bedeutet, dass wir uns uns entscheiden müssen, was wir alles noch sehen möchten und was wir dafür weglassen. Einige Optionen wie Kreta, Athen, Peloponnes oder Italien stehen offen und wir können uns grad mal von Kreta trennen und reisen morgen mit der Fähre zurück nach Piräus, den Rest lassen wir doch noch offen. Eventuell nehmen wir noch Athen mit, wobei uns der Verkehr dort eher etwas abschreckt. Danach wollen wir den Peloponnes durchqueren und entscheiden uns dann so spät wie möglich, ob wir die Strecke in den Norden per Fähre oder per Auto machen werden.

Soviel zu unseren Rückreiseplänen, vorerst geniessen wir aber einfach mal noch das gute Wetter und die doch warmen Temperaturen hier im Süden.

2 Kommentare
  1. Bögi

    Hoppid
    Geile Statue, gefällt mir und würde ich auch bei uns aufstellen.
    Aber was soll der Porno-Balken im Gesicht von Marco? Gots no?!?

    Am Samstag waren wir mit Tüscher beim „Schreck am Dreh“ mit best-of 20 Jahren. War supercool.
    Gruss und geniesst den Rest as good as possible.

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    • admin

      Jo gäll „Schreck am Dreh“ passt grad zu diesem Schnauzer – da bin ich (Bettina) mit dir einig. Statue bringen wir dir mit – haben wir bereits auf dem Dach festgezurrt:-)

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