19/56 Südtürkei – wir finden einmal mehr das Paradies auf Erden, bewundern das ewige Feuer von Chimaira und schwimmen im glasklaren Wasser

23. Oktober 2021 | Blogs der Reise, Eurasientour, Türkei Blog

19/56 Südtürkei – wir finden einmal mehr das Paradies auf Erden, bewundern das ewige Feuer von Chimaira und schwimmen im glasklaren Wasser

Wir durchqueren die Türkei im Moment grad im Zick-Zack und stechen vom Landesinneren nun wieder Richtung Süden ans Mittelmeer. Ungefähr auf höhe Antalya (etwas weiter östlich) erreichen wir die Küste und sind erstmal schockiert – wie wir bereits im Etappenblog 74 erzählt haben. Aber wir geben natürlich nicht auf und finden schliesslich einige Fahrstunden nach dem bekannten Touristenort, das was wir gesucht haben. Ein schönes Örtchen, das zwar auch touristisch ist, aber sehr sorgsam damit umgeht. Hier gibt es keine grossen Hotelkomplexe direkt am Meer – der Strand wird freigelassen und die Hotels, Restaurant und Campingplätze befinden sich immer in der zweiten oder dritten Reihe und sind immer einstöckig gebaut und von Orangen- Zitronen- und Paradiesapfelbäumen sowie Bananenstauden gesäumt. Es ist echt paradiesisch hier und das nicht nur wegen den Paradiesäpfeln, die einem hier buchstäblich vor die Füsse fallen.

Im Frühjahr „landen“ hier übrigens die Meeresschildkröten zum Eierlegen und die kleinen Schildkröten schlüpfen hier am langen Strand. Überall stehen Schilder, die auf die richtigen Verhaltensregeln hinweisen. Beispielsweise dürfen die Schildkröten natürlich nicht angefasst werden und Nachts sollen keine Lichter am Strand angezündet werden – da sich die Kleinen auf ihrem Weg ins Meer am Mond orientieren und durch Lichtquellen vom Land in die falsche Richtung laufen. Aber wie gesagt, wir sehen nur die Tafeln, die Lege- und Schlüpfzeit ist jeweils im Frühjahr.

Wir sind erstmal etwas faul, bewegen uns nur vom Freigeist zum Strand und ins glasklare Wasser und wieder zurück, spielen ab und zu ein Back Gammon, lesen oder machen einfach gar nichts. So schön es ist, wir halten das aber natürlich nicht länger als zwei Tage durch (wer uns beide kennt weiss auch, wer schon nach einem Tag unruhig auf dem Liegestuhl hin und herrutscht). Also planen wir für Samstag eine kleine Wanderung zum Mount Chimaira – der bekannt ist für seine ewigen Feuer, die dort aus dem felsigen Untergrund an verschiedenen Stellen hervorzüngeln.

Überlieferungen besagen, dass die Flammen noch in der Antike weit übers Meer geleuchtet und Seefahrern bei der Orientierung geholfen haben. Heute sind die Flammen deutlich kleiner und teilweise kaum mehr zu sehen, je nach Luftruck verändert sich die Intensität. Die Feuer entstehen durch Verbrennung von Gasen (Methan, Stickstoff und Sauerstoff), die aus Rissen, Spalten und kleineren Öffnungen austreten. Warum genau diese da austreten und wie sie sich entzünden, haben wir ehrlich gesagt nicht herausgefunden und dazu auch keine Dokumentation vor Ort gefunden. Aber das Schauspiel ist allemal beeindruckend und wir bereuen es etwas, dass wir keine Wurst mitgebracht haben – die hätten wir hier oben bestens grillen können. 

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