11/31 Svanetien und seine gigantischen Ausblicke und Bergkulissen – zwischendurch kommen heimatliche Gefühle auf

14. August 2021 | Blogs der Reise, Eurasientour

11/31 Svanetien und seine gigantischen Ausblicke und Bergkulissen – zwischendurch kommen heimatliche Gefühle auf

Wir verbringen ein paar ruhige Tage in Mestia, einer Kleinstadt im Grossen Kaukasus auf etwa 1500 m.ü.m. Hier finden wir bei einer Familie, die einen Minicamping betreibt Unterschlupf im Garten. Der einzige Platz für Freigeist wird auf die Minute frei und zwar weil ein junges Berner Paar mit ihrem Van grad abreist, als wir ankommen. Der Campingplatz ist sehr einfach aber gemütlich gestaltet und der ältere Besitzer und Hausherr spricht sogar sehr gut Englisch. Es gibt hier – wie überall in Georgien – einige Hunde und aber auch eine Katzenmutter mit ihren vier jungen Kätzchen, die uns natürlich total aus dem Häuschen bringen. Wir würden die kleinen am liebsten mitnehmen und im Freigeist einquartieren – das gäbe wohl ein ziemliches Chaos, also lassen wir es bleiben und begnügen uns damit, die niedlichen kleinen zu geniessen, solange wir hier sind.

Mestia zeichnet sich durch die vielen Wehrtürme aus. Wem die Wehrtürme bekannt vorkommen: ja Mestia ist sogar Partnerstadt zum italienischen San Giminiano. Leider aber ist der Ort, weil er ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen ist, ziemlich touristisch und nicht mehr sehr traditionell. Viele Neubauten im «schweizerischen Chalet-Stil“ stehen bereits oder werden grad gebaut und der Ort verliert so langsam sein Gesicht. Ca. 40 Kilometer weiter liegt das höchstgelegene, dauerhaft bewohnte Dorf Uschguli, welches noch besser erhalten ist und zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Leider spielt am Tag an dem wir Uschguli besuchen wollen, das Wetter für einmal nicht mit und wir entschliessen diesen Ausflug auszulassen und dafür einen ruhigen erholsamen Tag in Mestia zu verbringen.

Unsere Beine haben nämlich noch etwas Erholung nötig, denn am Tag zuvor haben wir eine anstrengende und aber wunderschöne Wanderung zum Mestiakreuz auf 2’200 m.ü.m. gemacht. 

Wir erkunden ein wenig Mestia und setzen uns dann in ein Restaurant am Hauptplatz und beobachten mit einem Gläschen Wein das touristische Treiben. Es gibt hier unglaublich viel zu sehen: Taxis, Kleinbusse, werbende Tourenführer, Touristen in Bergmontur,  Einheimische mit mehreren Schichten des georgischen Brotes auf den Armen, Gemüsehändler, Autos mit und ohne Stossstangen und und und.

Es wird uns auf keinen Fall langweilig hier und wir können einer unserer Lieblingsbeschäftigungen, dem Beobachten von Menschen nachgehen. Am späten Nachmittag spazieren wir bei Regen zurück zum Camping und freuen uns auf einen feinen Abend im Freigeist – es ist einfach auch supergemütlich, wenn die Regentropfen aufs Dach prasseln und man sich „zu Hause“ unter die Bettdecke verkriechen, Blogs nachführen, einen Film schauen und den Tag so ausklingen lassen kann: Sweet Home Freigeist – schön ists mit dir auch wenn (oder gerade weil) es mal regnet.

2 Kommentare
  1. Patrick

    Kompliment, euer Reiseblog ist zu meiner Arbeitsweg-Reiselektüre geworden.
    Im fahrenden Zug eure Berichte und vor allem die schönen Bilder durchzustöbern macht richtig Spass.
    Wunderbar wie ihr es schafft, uns teilhaben zu lassen an eurem Abenteuer.
    Bitte weiter so…

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    • admin

      Vielen Dank, das freut uns natürlich sehr. Schön wenn Ihr einwenig mitreist.
      Liebe Grüsse an das ganze Team. Die Freigeister

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