06/16 Tallinn – Stadt der Gegensätze

3. Juli 2021 | Baltikum Blog, Blogs der Reise, Eurasientour

06/16  Tallinn  – Stadt der Gegensätze

Wir nähern uns Tallinn an und suchen uns für die ersten beiden Nächte einen Stellplatz etwas ausserhalb der Stadt. Genaugenommen wohnen wir bei einer Bauernfamilie, die hier – einem Vorort von Tallinn als Nebenerwerb einen Campingplatz betreibt. Wir sind allerdings die einzigen Gäste und haben den ganzen Platz für uns. Hier gibt es ziemlich viel zu entdecken, ein Sammelsurium an Gegenständen, Häuschen, Nischen ein Weiher mit Springbrunnen, Plastikschwänen, Gartenzwergen und und und. Na ja, alles ein wenig in die Jahre gekommen aber speziell ist es auf jeden Fall. Hunde gibts auch hier und Marco macht eine ziemlich unerfreuliche Bekanntschaft und kann seine linke Wade grad noch retten – respektive die Bäuerin rettet ihn und ruft den Hund zurück – danach ist der Gang zum Duschhäuschen für uns beide nicht mehr so entspannt wie vorher. Am nächsten Tag steht dann ein Besuch in Tallinn an, wohin wir uns mit Bolt fahren lassen – das funktioniert super und ist günstig. 

Wir erkunden die Stadt erstmal über die historische Altstadt, bewundern die Kirchen, das Parlament und die vielen schönen Bauten. Nach einem Gespräch mit einem alteingesessenen Tallinner, der uns mit einem Stadtplan und einigen geschichtlichen Inputs beglückt, pilgern wir dann weiter über den wunderschönen Markt und verweilen dann schliesslich in Tellinskivi Creative City, einem alternativen Stadtteil von Tallinn, der voller Leben ist. Zahlreiche coole Kaffes, Restaurants und Kleingewerbe prägen diesen Stadtteil und hier lässt sich allerhand entdecken. Zurück auf unserem Stellplatz geniessen wir dann wieder die Ruhe. Am nächsten Tag verlassen wir den Bauernhof und fahren mit Freigeist in die Stadt. Wir finden einen Stellplatz mitten in einem Wohnquartier. Eine Dame vermietet hier ihren Vorplatz an Camper – es ist zwar etwas eng, aber wir haben hier alles was wir für die nächsten zwei Tage brauchen. Wir können nun zu Fuss  – oder mit dem Elektroroller in die Innenstadt gelangen und geniessen nochmals zwei tolle Tage hier. Feines Essen, Erkundigungstouren zum neuen und alten Hafen, eine Fotosession beim verlassenen Olympiastadion aus der Sowjetzeit und rasanten Fahrten mit den Boltrollern durch die Strassen von Tallinn. Wir runden unseren Aufenthalt in Tallinn ab mit einem Besuch des Tallinner Tennisclubs, wo wir selber eine Stunde spielen und dann als Zuschauende bei den Estnischen Meisterschaften dabei sind – ein wunderbarer Anlass, sehr gemütlich mit guten Spielen, gutem Bier und feinem Grill. Tallinn gefällt uns sehr gut mit ihrem Mix aus sehr modernen aber auch alten traditionellen Gebäuden, schönen Pärken sowie Lost Places und kreativen Ecken und Angeboten.

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